Die Beratung der oberösterreichischen Schuldner/-innen leisten in Oberösterreich die "Schuldner-Hilfe" des Vereins für prophylaktische Sozialarbeit und die „Schuldnerberatung Oberösterreich“. Mit Ausnahme von Linz - wo beide Vereine tätig sind – decken die Berater/-innen der beiden Vereine unterschiedliche Regionen ab. Während die Mitarbeiter/-innen der Schuldner-Hilfe – teils mit überregionalen Sprechstunden - Klient/-innen aus den Bezirken Rohrbach, Perg, Freistadt und Kirchdorf betreuen, übernehmen dies für die Bezirke Vöcklabruck, Ried, Steyr, Wels, Bad Ischl, Braunau, Schärding und Gmunden die Berater/-innen der Schuldnerberatung Oberösterreich.
Mit der Integration der Schuldnerberatung in das 1998 beschlossene Oberösterreichische Sozialhilfegesetz wurde die Finanzierung der Schuldnerberatung langfristig sichergestellt. Sie erfolgt seither mit Mitteln des oberösterreichischen Sozialressorts und geringeren Beiträgen des AMS und des Familienministeriums. Das war und ist ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung der regionalen Sozialhilfeträger bei der Verhinderung von Armut und der daraus entstehenden Folgekosten. 2010 waren 2,59 Millionen Euro für die Schuldnerberatungen budgetiert.
Besonders bedenklich stimmt der kontinuierliche Anstieg des Anteils der Familien (Personen mit Kindern) unter den Klienten/-innen der Schuldnerberatung. Von 2008 auf 2009 stieg der Wert um weitere 3 Prozent auf insgesamt 40 Prozent an. „Das bereits vielfach diagnostizierte höhere Armutsrisiko von Familien wächst also nach wie vor stetig!“ so LH-Stv. Josef Ackerl.