Jugendliche nutzen stärker als andere Altersgruppen den öffentlichen Raum zu ihrer persönlichen Entfaltung. Da in der heutigen Zeit generell und vermehrt im städtischen Ballungsraum die verfügbaren Freiräume dahin schwinden, treffen in öffentlichen Räumen (dem Straßenbild, bei Veranstaltungen, in Schulen oder an Arbeitsorten) die Jugendlichen verschiedenster Gruppen aufeinander, genauso wie auf die Erwachsenenwelt. Dieses Aufeinandertreffen verschiedener Gruppen mit teils sehr unterschiedlichen Interessen birgt mitunter ein erhebliches Konfliktpotential in sich.
Gleichzeitig wird in den Medien pauschal ein Bild von Jugendlichen gezeichnet, das so aber nicht stimmt:...........
Studie - Jugend im öffentlichen Raum (PDF - 99,79 kB)
Landeshauptmann-Stv. Josef Ackerl
Einleitung
"Die wachsende Zahl von Familien in belasteten Situationen und die unter anderem daraus resultierende Steigerung der Zahl "auffälliger" Kinder und Jugendlicher erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit und unseren ganzen Einsatz!"
Das Sozialressort des Landes stellt sich dieser Herausforderung, etwa durch den im Aufbau befindlichen oberösterreichweiten Einsatz von SchulsozialarbeiterInnen der Jugendwohlfahrt.
Auch die weisungsfreie Kinder- und Jugendanwaltschaft setzt im Präventionsbereich viele Maßnahmen, die einen kind- und jugendgerechten Zugang sicherstellen.
KiJA-Mobbing- und Gewaltpräventionsstelle
Seit vier Jahren ist oberösterreichweit die Kinder- und Jugendanwaltschaft/KiJA des Landes mit eigens entwickelten Programmen verstärkt im Bereich der Gewaltprävention tätig. Die „KiJA-Mobbing- und Gewaltpräventionsstelle“ hat sich ganz auf Mobbing- und Gewaltprävention an Schulen spezialisiert.
Mit dem Schuljahr 2011/12 wird das Angebot der Präventionsstelle, das sich in den letzten Jahren systematisch weiterentwickelt hat, um einen bedeutenden Schritt ergänzt: um ein gewaltpräventives Gesamtangebot für Schulen, das die SchulleiterInnen, die SchülerInnen, die LehrerInnen und die Eltern einbezieht. Ein vom Land Oberösterreich zertifiziertes Gewaltpräventionspaket, das alle sozialen Ebenen des Systems Schule erreicht.
Damit setzt das Land OÖ. eine wirkungsvolle Initiative, um der Gewaltbereitschaft Jugendlicher präventiv auf breiter Ebene entgegenzuwirken.
Mobbing und Gewalt unter Kinder und Jugendlichen - Das Präventionspaket der Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ (PDF - 217,77 kB)
Jährlich 4.000 obdachlose und delogierungsbedrohte Personen suchen bei den Beratungsstellen des Netzwerks Wohnungssicherung des Landes Hilfe. Bereits zwei Drittel sind junge Menschen unter 30 Jahren, darunter auch viele Alleinerzieherinnen mit mehreren Kindern. Drei Viertel der Delogierungen können verhindert werden, rund 500 Personen wird mit einer Notunterkunft geholfen, erklärt LH-Stv. Ackerl.
In Oberösterreich wurde ein neues Verfahren zur frühen und sicheren Erkennung von Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern entwickelt, das sogenannte SPES = SPrach-Entwicklungs-Screening . Ziel des Projektes war ein Screeningverfahren zu entwickeln, das unter der Mitarbeit der niedergelassenen Kinderfachärztinnen und Kinderfachärzte hilft, Kinder mit Sprachstörungen möglichst früh herauszufiltern und gegeignete Maßnahmen einzuleiten, um diese Störungen bereits in frühen Jahren entweder zu beseitigen oder zu lindern.
Maßnahmenpaket zur Stärkung der Gemeindefinanzen
- Alle bisherigen freiwilligen Maßnahmen werden aufrecht erhalten:
- Strukturhilfe für finanzschwache Gemeinden (Landesanteil zwischen 2012 und 2015: ca. 25. Mio. Euro
- Reduzierung der Landesumlage zwischen 2012 - 2015: ca. 40 Mio. Euro
- Schulungsbeiträge für Gemeindefunktionäre zwischen 2012 - 2015: ca. 6 Mio. Euro
Nach der äußerst schwierigen Budgetsituation des Jahres 2011 sieht der Budgetvoranschlag für 2012 wieder eine erkennbare Budgetsteigerung vor. Demnach steigt das Budget der Abteilung Soziales und der Abteilung Jugendwohlfahrt um je fünf Prozent, außerdem wird dem Sozialressort aus den Nachtragsmitteln ein wesentlicher Betrag zur Bewältigung der noch aus dem heurigen Jahr resultierenden besonderen Herausforderungen zur Verfügung gestellt. "Damit ist sichergestellt, dass das bestehende Leistungsangebot ohne Qualitätsabstriche gesichert werden kann!" so Sozialreferent LH-Stv. Josef Ackerl. Sorge bereitet der notwendige und auch im kommenden Jahr nicht bewältigbare Ausbau der Angebote nach dem Oö. Chancengleichheitsgesetz für Menschen mit Beeinträchtigungen.
Gemeindefinanzen stärken – Kooperationsbonus NEU
Ja zur Gemeinde übergreifenden Kooperation – Keine Zwangszusammenlegung!
Zur Stärkung der schwer angeschlagenen Gemeindebudgets und Planungssicherheit in Oberösterreichs Gemeinden braucht es weitere Maßnahmen.
Nach ersten Entlastungsmaßnahmen auf Ausgabenseite (Spitals- und Verwaltungsreform, Pflegefonds, Erlass von Wasser- und Kanalbau-Darlehen, Deckelung der Kostensteigerung im Bereich des Sozialbudgets) sollen künftig verstärkt durch Verwaltungsgemeinschaften und gemeindeübergreifende Kooperationen Synergien genutzt und dadurch eine höhere Qualität erreicht werden.
Ein neues Anreizsystem – der Kooperationsbonus NEU – soll möglichst viele Gemeinden überzeugen zusammenzuarbeiten. Zwangsfusionierungen soll es auch in Zukunft nicht geben.
Pflegebereich wurde massiv ausgebaut und verbessert
Der Pflegebereich wurde in OÖ quantitativ und vor allem qualitativ massiv ausgebaut auf nunmehr 120 Alten- und Pflegeheime mit 12.000 Wohnplätzen und 6.600 Pflegepersonen sowie jährlich über 2 Mio. Hausbesuche durch Mobile Dienste. Die Nettokosten haben sich beinahe verachtfacht. Daher muss der neu geschaffene Pflegefonds künftig entsprechend aufgestockt werden, fordert Sozialreferent LH-Stv. Ackerl.
Zahl der Klientinnen und Klienten in den Schuldenberatungen weiter steigend
3792 Neuzugänge gab es 2011 in den Beratungsstellen. 2921 Klient/innen waren zum ersten Mal in Beratung (+8,6 Prozent gegenüber 2010) . Weitere 6076 Personen sind schon mehrere Jahre in Beratung (+6,03 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
Die Zahl der Beratungen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Auch für 2012 rechnen die Schuldnerberatungsvereine mit einem weiteren Anstieg. "Natürlich hängt die Nachfrage von der Wirtschaftsentwicklung und den auf uns zukommenden Sparpaketen ab. Monatliche Einkommen und Pensionen reichen vielfach nicht mehr zur Deckung des Grundbedarfes", so Sozialreferent LH-Stv. Josef Ackerl.
Schuldnerberatung - Bilanz 2011 und Ausblick 2012 (PDF - 141,37 kB)
Aufklärungsarbeit über Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit, insbesondere für Jugendliche, ist ein wichtiger Beitrag für die Demokratie und trägt dazu bei, Vorurteile und Ängste abzubauen,“ meint der Sozialreferent der Landesregierung, Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl . Das Sozialressort unterstützt das Projekt „Stand up“ mit 35.000 Euro.
Rechtzeitige Therapie und Förderung für Kinder und Jugendliche mit sozialen, kognitiven oder emotionalen Auffälligkeiten oder Verhaltensweisen: Diese Leistung erbringt seit Jänner ein neuartig konzipiertes Kinder- und Jugendkompetenzzentrum im Innviertel. Träger ist die Gesellschaft für ganzheitliche Beratung und Therapie. In Andorf, Pramet und Mauerkirchen wird jungen Menschen ein früher und umfassender Zugang vor allem zu therapeutischen und pädagogischen Leistungen ermöglicht.
Europas größtes Hochwasserschutzprojekt vor der Fertigstellung - ein Jahrhundertbauwerk in Rekordzeit errichtet
Zehn Jahre nach der großen Hochwasserkatastrophe im Machland, die einen Schaden von 500 Millionen Euro verursachte, wird Europas größtes Hochwasserschutzprojekt, der Machlanddamm, fertig sein. Statt wie einst geplant in 12 bis 15 Jahren wurde der rund 36,4 km lange Damm samt Flutmulde zum Schutz der Bevölkerung in einer Rekordbauzeit von nur vier Jahren errichtet - und damit gemeinsam vorzeitig der Schutz der Bevölkerung in sieben Gemeinden erreicht. Gleichzeitig wurde zusätzlich zur Sicherheit ein starker regionaler Beschäftigungseffekt erzielt, wie eine neue Studie belegt. Die letzte Prognose für die Gesamtkosten liegt inkl. Preisgleitung bei 182 Millionen Euro. Der Machlanddamm ist damit zwar das mit Abstand größte, aber lediglich eines von insgesamt 500 Hochwasserschutzprojekten, die in Oberösterreich seit der Katastrophe 2002 errichtet wurden. Weitere 269 sind in Arbeit, weitere 104 werden noch vorbereitet.
Landeshauptmann-Stv. Josef Ackerl:
Die Jugendwohlfahrt in Oberösterreich setzt umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen. Für die Mitarbeiter/innen der Jugendwohlfahrt steht dabei immer das Kindeswohl im Mittelpunkt des Interesses. Ihr Aufgabenfeld ist breit gefächert und durch gezielte Hilfe wird vielen Kindern ein gesichertes Heranwachsen ermöglicht.




